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  • Autorenbild Josefine | MZMG

Umgang mit Ablehnung: Jesus wurde gehasst! Du wirst gehasst?

Der Umgang mit Ablehnung, Hohn und Spott wegen deines Glaubens kann sehr herausfordernd und lebensverändernd sein. Es kann Beziehungen beenden, Familien zerreißen und Leben komplett auf den Prüfstand stellen. Ich möchte dich durch Johannes 17 führen, weil dieses Kapitel mir immer wieder Mut gibt, wenn ich auf Ablehnung wegen meiner Glaubensüberzeugungen stoße.

Wenn du offene/ direkte Fragen zum Thema Ablehnung hast, kannst du mir gerne auch auf Instagram eine Nachricht hinterlassen :)


 

Immer wieder werde ich von Johannes 17 so getouched! Es ist herzzerreißend, zu sehen& zu spüren wie Jesus es einfach Wert war, für dich und mich zu beten.

Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.

- Johannes 17:9


Wie crazy ist das einfach - Jesus hat in der letzten Minute vor seiner Gefangennahme dich und mich in seinem Gebet zu Gott erwähnt. Woher weiß ich, dass er uns meinte? Ich bin überzeugte Christin; Nachfolgerin Jesu; Verkünderin seines Wortes. Und genau für diese Menschen betete Jesus!


Wieso musste Jesus nochmal für uns explizit bitten? Weil er wusste, was Nachfolge uns kosten wird.

Wir sehen über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche Beispiele, die belegen, wie schmerzhaft Nachfolge sein kann. Und Jesus unterscheidet schon ganz klar zwischen den Menschen, die ihm nachfolgen und den Rest der Welt. Die, die zu ihm gehören, beschreibt er als die von der Welt um seinetwegen Verhassten:


[14] Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin. (...) [16] Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.

- Johannes 17:14 | 16


Wer mit der Welt kooperiert, korrumpiert Jesus. Die Bibel will an vielen Stellen, dass wir uns entscheiden. Jesus selbst sagt, entweder sind wir für ihn oder gegen ihn. Aber wir dürfen dabei nicht in ein Wir-und-die-Anderen-Denken und -Verhaltensmuster verfallen, was meistens (!) in eine Weltflucht und Absonderung führt. Das ist nicht unser Auftrag.


Jesus hat dich nicht berufen aus dieser Welt zu flüchten! Er schickt dich ganz klar in sie hinein!

Aber wie kann man in dieser Welt für Jesus leben und ohne ihn gleichzeitig zu verleugnen?


Nun,


1. Du benötigst ein Verständnis dafür, dass die Welt zwar im Bösen liegt, DU aber ein Licht sein sollst (nicht kannst - sondern sollst!)

Ein Licht zu sein bedeutet, Gottes Wort ernst zu nehmen. Es für dich und dein gesamtes Leben, mit allen Lebensbereichen anzuerkennen; den Willen aufzubringen danach zu trachten und es zu verkünden.


2. Du benötigst Liebe für die Menschen da draußen, denn auch sie sind seine Schöpfung.

Wer ein Licht in der Welt sein will, muss bereit sein, so zu lieben wie Jesus. Und er ging direkt zu denen, die am Rande der Gesellschaft waren; zu denen, die im Dunkeln wandelten. Ohne Liebe geht das nicht.


3. Lass dich von einem Nein nicht beirren.

Du musst akzeptieren lernen, dass Gott niemanden zwingt, an seine Existenz zu glauben, ihn zu lieben und nach seinen Werten zu leben. Lass ab von Krampf und Druck. Du hast kein Recht darauf, über das Leben und die (Glaubens-) Entscheidungen anderer Menschen zu bestimmen.


4. Lass die Meinung anderer Menschen nicht der Maßstab für dein Denken& Handeln sein.

Wenn das, was Menschen von dir wollen, den Prinzipien Gottes und seinem Wort widerspricht, dann lass es sein. Du brauchst klare Überzeugungen, um aufrichtig in dieser Welt zu leben. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist ohne Sinn, ohne Werte und ohne Identität zu leben.


Muss ich jede Ablehnung einfach akzeptieren? - Wie mit Ablehnung richtig umgehen?


Rein menschlich betrachtet sind wir als Beziehung- und Bindungswesen so gepolt, Ablehnung, Disharmonie, Spott und sozialen Ausschluss zu vermeiden. Niemand mag das. Niemand will das unbedingt freiwillig (- nicht mal die, die behaupten es wäre ihnen egal ;) ). Ich kann dir an dieser Stelle kein Wundermittel geben, dass es weniger unangenehm wird, als es nun mal ist ... aber:


Du kannst dein Herz schulen, dass es die Perspektive richtig setzt und negative Gefühle nicht das Maß aller Dinge werden. Du fühlst sie zwar, aber sie müssen dein Umgang mit deinem Gegenüber nicht bestimmen. Diese Entscheidung hast du!

Soll heißen: Unangenehm wird es vermutlich immer bleiben, wenn wir ein klares, dominantes NEIN von Menschen zu unseren gutgemeinten Bestrebungen hören. Aber wenn du lernst, dein Herz richtig zu fokussieren, dann werden diese Gefühle keine Zusammenbrüche verursachen.


Mir hilft es in den unangenehmen Situation von der Sache und der Person zu unterscheiden.

Lerne zu unterscheiden, ob der Mensch zu deiner Meinung oder zu deiner Person eine ablehnende Haltung einnimmt. Du musst lernen zu differenzieren, dass du es gar nicht persönlich nehmen musst, wenn Menschen eine andere Meinung zu einer Sache haben. Wieso es persönlich nehmen, wenn es doch gar nicht um deine PERSON geht? Das ist ihr gutes Recht - auch wenn das nicht bedeutet, dass sie richtig liegen. Und wenn du persönlich angegriffen wirst, darfst du natürlich Position dazu beziehen und klare Grenzen ziehen - das solltest du sogar, sonst gehen die Menschen mit dir um, wie es es ihnen passt. Aber bevor du in eine Abwehrhaltung gehst& falsch reagierst, reflektiere wirklich intensiv: Hat derjenige dich wirklich persönlich angegriffen oder teilt er einfach nicht deine Meinung?

Es war ein Game Changer als ich endlich angefangen habe, meine eigene Art und Weise zu hinterfragen, anstatt immer auf den Kritikern rumzuhacken.

Schon mal darüber nachgedacht? Es ist leicht, andere zu kritisieren - sei es in einer Meinungsverschiedenheit oder in der Art und Weise. Aber bei sich selbst anzufangen, verändert Welten. Du lernst ein Verständnis zu bekommen, wie schwer es ist, gekonnt und konstruktiv und gleichzeitig ermutigend dem Anderen entgegenzutreten.


Uns darf nicht egal sein WIE das Evangelium verkündigt wird. Denn ohne Liebe und Sanftmut erreichen wir niemanden.

In jeder noch so unangenehmen Situation, z.B. wenn mir jemand etwas Böses auf Instagram schreibt, dann hilft es mir meinen Frieden zu behalten, wenn ich erstmal unterscheide, was der Mensch mir eigentlich sagen will und dass ich die Sache von dem Menschen trennen muss. Nimm nicht alles so emotional! Geh nicht auf die Beziehungsebene .... Wirklich, bitte tu das nicht. Es ist unangebracht und kann echt peinlich werden. Auch mir stößt mancher Kommentar bitter auf - weil viele Menschen, dank der Anonymität des Netzes auch gerne emotional manipulierend oder ausschweifend werden. Aber nochmal: wenn mein Gegenüber nicht umemotional sein kann, kann es dann nicht grade meine Stärke sein, nicht auf dieses Niveau zu gehen und ebenso verletzend zu reagieren. Wenn ich Johannes 17 lese, dann frag ich mich immer wieder:


Was erwarten wir eigentlich? Dass wir besser dran wären als Jesus? Die Welt hasste Jesus. Wenn du Jesus liebst, dann hasst sie dich auch.

Jesus sieht und kennt dein Schmerz und das Opfer deiner Nachfolge. Und es geht nicht darum, welchen Schmerz und wie groß dein Leid der Nachfolge ist, sondern es zählt, für wen du dieses Opfer bringst. Wofür bist du bereit zu leiden? Für wen nimmst du das Kreuz auf dich?


 


Mein Fazit: SEI KEIN PEOPLE PLEASER - Sei kein Mensch, der Menschen alles recht machen will, nur um zu gefallen; nur um Ruhe zu haben. Es beginnt mit einer Entscheidung für Jesus, aber es wird eine tägliche Herausforderung sein, sich einem NEIN von Mitmenschen zu stellen. Letztlich ist der, dem du gehorchst und gefallen möchtest, dein Herr. Wer ist dein Herr, für den du Ablehnung akzeptierst?


Die Freiheit im Herrn liegt darin, sich nicht von den Meinungen anderer Menschen leiten zu lassen, sie aber auch nicht automatisch für nichtig zu erklären. Sei ein Licht in dieser Welt. Das Licht nimmt die Dunkelheit wahr, aber es lässt sich nicht davon beeinflussen. Es scheint. Nun scheine du - dort, wo Gott dich hingestellt hat.


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