• Josefine

Regentage im Herzen.

Dezember. Abend.

Schmerz im Herz.


„Wo bist du?“ … man … ja, wo bist du? Lautes Klagen, Weinen. Eine Umarmung. Könnte er diesen unsichtbaren Gott ersetzen? Ihn sehe ich. Ihn fühle ich. Er gibt mir hörbare Antworten auf meine Fragen. Er umarmt mich. Er liebt mich.

Ein Kuss auf die Stirn. …

Nein. Er kann es nicht. Er kann nicht mein Gott sein. Er ist ein Mensch. Er ist menschlich. Er ist sterblich. Er wird gehen - vielleicht vor mir. Und dann …

Gott töte mich. Kann nicht mehr. Will nicht mehr. Die Verzweiflung raubt mir jede Energie. Aber warum? Warum eigentlich? Was habe ich dir getan, dass du mich hier so sitzen lässt ...



Weinen. Tiefes Weinen. Weil in meinem Herzen ist Regenzeit. Grau und traurig … wie das Dezemberwetter in diesem Jahr. Es prasselt in meinem Inneren. Ein Wehklagen. Ich klage nicht vor Gott - ich klage über diesen Gott bei einem Menschen. Ein verweintes, beinah vorwurfsvolles „Sag du mir doch: wo ist dieser Gott?“ kommt mir über die Lippen …


Ein Bett. Ein verweintes Mädchen. Nacht.

Und nur eine sanfte, ganz ruhige Antwort: „In deinem Herzen.“ …


Stille. Es regnet nicht mehr.

Dann Ruhe und letztlich ... Frieden.

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