Suche
  • Josefine Reider

Frausein im Ebenbild Gottes heute: Wie lebe ich als Königstochter?

Aktualisiert: Juni 9


In den letzten Wochen habe ich mich mit meiner Community via Instagram über einige relevante und z.T. echt kritische Fragen ausgetauscht. Das große Thema war die Frau. Folgende Fragen wurden konstruktiv und wirklich respektvoll diskutiert:

Was macht eine Frau wundervoll? Ist das traditionelle Frauenbild überholt? Sollten Frauen in der Gemeinde lehren& leiten? Die moderne christliche Frau Feministin? Welche Verantwortung hat eine Frau als Mutter?


Das waren alles Fragen, die ich mir in den letzten Jahren, vor allem aber seitdem ich ein Kind erwartet habe, stellte. Ich habe mich also schon sehr viel mit diesen und ähnlichen Themen beschäftigt; was ich dennoch als unablässig erachte: niemals eine eingefahrene Meinung haben und diese nur mit einem Tunnelblick verteidigen. Klare Meinungen zu haben und diese auch auszusprechen ist etwas sehr Wertvolles - wie oft verstecken wir uns schnell hinter der Meinung der Öffentlichkeit und denken dabei etwas ganz anderes. Deswegen war mir der Austausch echt wichtig: eine Selbstreflexion über meine Meinung und zugleich die Auseinandersetzung mit euren Meinungen, um andere, neue Blickwinkel zu erproben. Willst du diese Fragen beantwortet sehen? Dann gehe auf mein Instagram-Profil und ließ dir die Kommentare und Meinungen einfach mal durch!

Mein Leben als Königstochter


Nun, möchte ich hier mein eigenes Leben schildern. Damit ihr seht, wie ICH als Königstochter lebe und euch ein paar wertvolle Tipps davon abschauen könnt. Aber behaltet euch immer im Hinterkopf: vergleicht euch bloß nicht! Jede(r) ist einzigartig, jede(r) hat ihre/seine Talente und Gaben und auch Schwächen! Instagram& dieser Blog repräsentieren nur einen minimalen Ausschnitt meines realen Lebens.

Beginnen wir mit mir selbst. Wie bereits mehrfach angedeutet bin ich Lehramtsstudentin in Leipzig, wo ich mit meinem Ehemann und meinem kleinen Kind lebe. Bewusst für Jesus entschieden hatten wir uns im Jugendalter. Alles ist eine Entscheidung. Einige Jahre sind wir einfache Kirchengänger gewesen, ohne klare Ziele und ohne ein Bewusstsein für das eigene   Leben mit Jesus. „Ja, Amen“ war wohl das einzige was wir zur gehaltenen Predigt sagen konnten bevor wir sie nach wenigen Tagen wieder vergaßen. Aber so wirklich erfüllt hat uns dieses Leben nicht. Gott liebten wir, keine Frage. Aber irgendwas fehlte ... da musste noch mehr sein. Es war die echte und aus dem Herzen kommende Hingabe für Christus hier zu leben. Bevor ich diese Entscheidung treffen konnte mussten einige Fragen geklärt werden:

Warum lebe ich - als Josefine, so wie ich bin? Woher komme ich? Was ist das Leben? Wohin gehe ich, wenn dieses Leben endet?

(Ab und an stelle ich mir diese Fragen auch heute noch - eine sehr gute Selbstreflexion!)

Die Antworten, die ich durch Gebet, Bibellesen, Predigten oder weise Menschen erhielt formten ein Bewusstsein für mein eigenes Leben. In Kolosser 4:5 steht sinngemäß: Nutzt die Zeit, die euch gegeben ist. Wow, das Leben ist also nicht „einfach so und irgendwann eben zu Ende“. Gott formte mein Herz immer mehr. Ich war damals ziemlich kühl zu manchen Mitmenschen und vor allem Kinder mochte ich gar nicht! Und siehe da: der innerste Wunsch nach der Transformation meines Herzens bewirkte, dass ich heute Kinder sehr liebe und schätze und noch dazu die Ehre habe Kindern zu dienen. Ich wurde zur Leiterin unseres Kindesdienstes gestellt und wer die „Philosophie“ hinter dem Verkauf meiner Produkte verstanden hat, der weiß, dass mein Herz für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche schlägt! Ich habe Gott darum gebeten. Zugleich war ich aber bereit dafür etwas zu tun! Mich zu verändern. Meine Gemeinde hier in Leipzig unter der Leitung und der Lehre unseres Pastors waren dafür unablässig! Ein absolutes Must-have im geistlichen Leben: geistlich reife Vorbilder. Das sind für mich ganz klar mein eigener Ehemann. Aber in unterschiedlichen Bereichen wie Frausein, Erziehung, Familie, geistliche Dienste in der Gemeinde usw. gibt es auch noch weitere Vorbilder oder auch Leiter, die mir helfen einen persönlichen Durchbruch auch heute noch zu erleben. Regelmäßiges Bibellesen, Gebet, in eine Gemeinde zu gehen und der Wille selbst Jüngerschaft zu leben sind sehr wichtige Bestandteile eines christlichen Lebens. Zu Hause haben eine Zellgruppe (auch Hauskreis, Kleingruppe o.ä. genannt). Total toll und empfehlenswert für einen privaten Austausch über die aktuelle Predigt und die alltäglichen Anliegen des Lebens.

Außerdem freue ich mich, dass ich mir meiner eigenen Schönheit sowohl äußerlich aber auch innerlich bewusst werde. Ich liebe es mich ganzheitlich, d.h. meinen Körper, meine Seele und meinen Geist zu pflegen. Meiner Meinung nach ist das auch unabdingbar - ein ausgebrannter Mensch kann schwerlich anderen Menschen dienen.

Ich versuche mir die Frau immer wie eine wunderschöne Blume vorzustellen. Erst wird der Same gesät, dann wächst sie heran und voller Vorfreude erwartet man hoffnungsvoll das Entpuppen zu einer Schönheit. So schön sind wir - yes!


Das Leben einer Königstochter - ihre Rollen, Aufgaben und Verantwortungen


1. Sie weiß sich geliebt

Eine Königstochter ist sich ihrer Einzigartigkeit bewusst und lebt diese voller Dankbarkeit immer und überall.

2. Sie lebt nicht in Furcht

Sondern im Glauben und Vertrauen auf Gott.

3. Sie erholt sich von Rückschlägen

Wir sollten mutig voran streben und uns manchmal auch Dinge trauen, die wir uns selbst gar nicht zutrauen. Rückschläge und Fehler sind willkommen und gehören zum Leben dazu wie Erfolg. Eine Königstochter wird damit nicht zu einer Versagerin. Also keine Angst vor Fehlern! Allerdings können Rückschläge manchmal auch tiefer gehen. An dieser Stelle ist es wichtig Schmerz und Trauer zuzulassen - das Herz heilen zu lassen bedeutet gleichzeitig an den Ursprung allen Übelst zurückzukehren. Wir müssen nicht immer Haltung bewahren und den Schmerz unterdrücken.

4. Sie vergibt bedingungslos

Frauen werden grausame Dinge angetan. Doch Bitterkeit und Unversöhnlichkeit schlagen tiefe Wurzeln in das weibliche Herz. Eine Königstochter vergibt ihren größten Feinden und ist somit keine Gefangene in diesem Schmerz.

5. Sie vergleicht sich nicht

Gott schuf uns absichtlich unterschiedlich. Anstatt uns zu vergleichen, sollten wir vielmehr herausfinden, was Gott speziell für uns selbst geplant hat. Seine Vielfalt erkennen und fördern und die Einzigartigkeit feiern. Diese Erkenntnis wünsche ich jeder Frau!

6. Sie ist eine Hilfe

Gott hat uns als ezer kenegdo geschaffen - somit ergänzen wir den Mann. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass wir minderwertig oder weniger Wert wären.

7. Sie ordnet sich dem Mann unter

Die göttliche Unterordnung ist keine Demütigung oder Pflicht sondern ein Privileg. Dadurch kommt der Segen in das Haus.

8. Sie (unter)stützt ihren Mann

Die Frau erkennt die Schwächen ihres Mannes. Sie verurteilt nicht, sondern unterstützt ihn weise und taktvoll.

9. Sie ermutigt

Die Frau übernimmt die Rolle der Ermutigung innerhalb der Familie, gleichfalls wie der Heilige Geist die Gläubigen ermutigt.

10. Sie betet für ihren Mann und für die gesamte Familie

Als Frauen besitzen wir eine große Gabe der Fürbitte. Wir sind Herzengewinner im Reich Gottes.

11. Sie spricht Segen in das Leben ihrer Kinder

Wir haben die Wahl: sprechen wir durch unsere Worte Segen oder Fluch in das Leben unserer Kinder. Wir dürfen und sollten Kindern zeigen, wie wir manchmal ins Straucheln kommen, um ihnen anschließend den Weg heraus und unser unerschütterliches Vertrauen auf Gott ihnen zu zeigen.


Dankbarkeit


Nichts und niemand ist selbstverständlich. Dessen sollten wir uns jeden Tag bewusst werden.

Ich bin dankbar für - die Chance zu leben - die Erkenntnis, dass das Leben schön ist und einen Sinn hat - dass ich einzigartig geschaffen bin - zu wissen, dass Gott mich liebt unabhängig von meinem Aussehen, meiner Intelligenz, meinem Fleiß, meiner aktuellen (körperlichen, seelischen, finanziellen, ...) Situation ... das nenne ich vollkommene, bedingungslose Liebe - die Zuversicht, dass Gott für mich ist und ich mich nicht zu fürchten brauch - ...

Wenn ich mir bewusst werde, dass ich einen Teil Gottes hier auf Erden repräsentiere, kann ich nur Staunen! Und diesen Glanz der Herrlichkeit Gottes findest man in jedem Menschen.

Wahnsinn!

Was Gott mir für mich offenbart hat möchte ich anderen Menschen weiter geben. Ich will es anderen Menschen durch wohltuende, aufbauende Worte und durch mein Handeln zeigen und sie ermutigen, zu erkennen, dass das Leben wertvoll ist. Was mir umsonst gegeben wurde, möchte ich umsonst weitergeben. Vielleicht rettet es auch nur einen Menschen sein Leben.


Literaturempfehlung


Zu letzt möchte ich euch einige Literatur als Empfehlung weitergeben. Diese haben mich in der Beantwortung meiner Fragen aber auch im allgemeinen Reifeprozess sehr unterstützt (**Anzeige**):

  • Stacy& John Eldredge: Weißt du nicht, wie schön du bist? (2006). - FAVORIT!

  • Joyce Meyer: Frauen, die vertrauen. Mit Mut und Zuversicht das Leben gewinnen (2007).

  • Joyce Meyer: Zuversicht, Mama! Mit Gottes Hilfe erziehen (2014).

  • Elena Schulte: Fräulein wundervoll. Durch Gottes Liebe werden, wer ich bin (2017).

  • Sue& Larry Richards: Alle Frauen der Bibel (2012).



Ich weiß aus eurem Feedback, dass ihr meine Arbeit hier als auch auf Instagram sehr wertschätzt. Euer Lob ist für mich wie Balsam für die Seele und ich freue ich jedes Mal, wenn ich jemanden mit meinen Worten erreichen konnte. Wie ihr euch vorstellen könn und es ja auch seht: Ich verdiene damit kein Geld. Weder mit den Beiträgen auf Instagram noch mit meinen Blog. Wenn es dir trotzdem auf dem Herzen liegt meine Arbeit& die investierte Zeit finanziell zu wertschätzen, dann würde ich mich darüber sehr freuen.

Klicke dazu einfach auf den Spendenbutton oder scanne den QR-Code mit deinem Handy.

Mein Herz dankt dir dafür!


344 Ansichten

©2020 Meine Zeit mit Gott by Josefine Reider